Archiv für Juni 2017

Brandstifter-AfD Pegida Islamhass Analysen & Gegenstrategien

Wir laden ein zur Buchvorstellung mit Claus Ludwig und anschließender Diskussion.
Wann? 10.07.17 19 Uhr
Wo? DGB Haus, Kaiserstraße 26-30, Mainz. 1.Stock


Was passiert gerade in Deutschland? Die AfD zieht in Fraktionsstärke in die Parlamente ein, PEGIDA demonstriert jeden Montag in der Dresdner Innenstadt und jeden Tag gibt es Gewalt gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte. Die antifaschistische und antirassistische Bewegung steht vor der Herausforderung, dem nachhaltig Einhalt zu gebieten.

Die drei Autoren dieses Buches analysieren die Problematik auf der Grundlage eines marxistischen Standpunktes und greifen Fragen auf, die sich vielen Menschen stellen: Ist die AfD eine faschistische Partei? Woher kommt der Islamhass? Warum konnte er so stark werden? Bei ihrer Betrachtung gehen sie ebenfalls auf die Verantwortung ein, die die regierenden Parteien durch Sozialabbau und rassistische Politik tragen.

Als Teil des Kampfes gegen das Erstarken der Rechten – ob in Dresden, Köln, Berlin oder andernorts – diskutieren sie diese Themen nicht als Außenstehende. Indem sie darstellen, was die neue Rechte ist und was sie nicht ist, worin sich Rechtspopulismus und Faschismus unterscheiden, legen sie das theoretische Fundament für den Kampf gegen beides. Eine prominente Rolle spielen soziale Themen, die Verantwortung der bürgerlichen Parteien und die Aufgaben, die die deutsche Linke und AktivistInnen tragen. Dabei gehen sie auf aktuelle und historische Beispiele für den Kampf gegen rechts ein.

Eines wird schnell klar – der Kampf gegen die Rechten aller Couleur wird nicht durch moralische Appelle gewonnen, sondern durch den Aufbau einer massenhaften Bewegung, die die Ursache für Rassismus und Faschismus bekämpft: den Kapitalismus.

Buch hier erhältlich:
https://manifest-buecher.de/produkt/brandstifter/

Haus Mainusch bleibt! Linke Freiräume verteidigen!

Auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz steht das Haus Mainusch, ein selbstverwaltetes Zentrum und linker Freiraum, welcher seit 1988 besteht. Jetzt soll das Haus Mainusch abgerissen werden um einem neuen Komplex für Kommunikation zu weichen. Das lehnen wir entschlossen ab!
Im Haus Mainusch kann jeder*r mitbestimmen was läuft. Sei es eine Kulturveranstaltung, ein Konzert, die Küche für alle oder eine politische Diskussionsveranstaltung, wie das Offene Antifaschistische Treffen(OAT), auf welchem sich Antifaschist*innen aus der Region Mainz vernetzen und organisieren können. Dabei wollen die dort durchgeführten Aktionen und Veranstaltung sich gegen die kapitalistische Logik stellen und sind nicht an Profit, sondern an den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Ideen der Aktiven orientiert.
Außerdem ist es ein Raum, welcher sich entschieden gegen Rassismus, Nationalismus, LGBTIQ*-Feindlichkeit und Sexismus stellt. Das heißt, dass Menschen die solche Positionen aktiv vertreten, rausgeworfen werden und dort Solidarität und Vielfalt gelebt und verteidigt werden. Für einen solchen Umgang steht auch die linksjugend [’solid] Mainz und solidarisiert sich deswegen mit den Aktivist*innen, die dafür kämpfen, dass das Haus erhalten bleibt. Außerdem beteiligen sich Genoss*innen unserer Organisation regelmäßig an Aktivitäten im und um das Haus Mainusch und auch an den Aktionen, die sich für den Erhalt des Hauses stark machen.
Ab Ende November soll das Haus Mianusch nun komplett verschwinden und einem Prunkbau Platz machen. Die Gentrifizierung, welches sich gerade generell in Mainz breit macht, wütet auch auf dem Campus. Umso wichtiger ist es unkommerzielle und selbstverwaltete Räume zu verteidigen.
Wir fordern die Rücknahme der Kündigung des Mietvertrags mit dem Haus Mainusch und die Erhaltung des Freiraums! Wir brauchen Räume für Kultur und Vielfalt, ohne Kommerz und Diskriminierung in denen sich Menschen frei entfalten können. Generell muss mehr Geld für selbstverwaltete Zentren für Jugendliche und alle anderen zur Verfügung gestellt werden.
Werdet aktiv und stellt euch gegen die Vernichtung der letzten linken Freiräume!
„Wir brauchen keine Hausbesitzer, denn die Häuser gehören uns!“
Haus Mainusch bleibt!

Open Ohr 2017

Heute sind Genoss*innen von uns den dritten Tag in Folge auf dem Open Ohr Festival in Mainz mit einem Stand vertreten. Bisher läuft es gut. Es werden jede Menge Sticker und anderes Material mitgenommen. Einzelne Menschen nehmen sogar mehr Material mit um es in ihrem persönlichen Umfeld zu verbreiten. Es kommt immer wieder zu guten Diskussionen zur Frage was ist eigentlich Kapitalismus, wie können wir eine Energiewende hin zu Erneuerbarenenergien schaffen usw!
Und dazu gibt es freihaus gute Musik!

Townships in Aufruhr! Die unterdrücktesten Teile der Bevölkerung Südafrikas beginnen sich zu wehren!

Am 08.05.2017 ist die Wut in dem Township Eldorado Park explodiert. Und hat sich auf der Straße Massenprotesten gegen die verheerende soziale Situation in diesem Township, ausgedrückt. Dies Situation in diesem Township und auch in denen um die Stadt Gauteng herum sieht wie folgt aus. Es gibt viel zu wenige Wohnungen, was dazu führt, dass die Vorhnandenen völlig überbewohnt sind. Außerdem gibt es eine sehr hohe Kriminalitätsrate, die auf die hohe Arbeitslosigkeit in den Townships zurück zu führen ist. Weitere Probleme, die mit den Obengenannten in Verbindung stehen sind ein hoher Konsum von Drogen und die Gewalt gegen Frauen die in den Townships grassiert. Das interessante an den Protesten ist, dass sie in Townships stattfinden, die von der Bevölkerungsgruppe „Colouredpeople“ bewohnt werden. Dies ist die Bevölkerungsgruppe die unter dem Apartheitsregime genau so rassistisch ausgegrenzt wurde, wie die Schwarze Bevölkerung, da sie nicht „weiß genug“ war. Und heute wird sie von der mehrheitlich schwarzen ANC Regierung genau so ausgegrenzt, verändert hat sich nur, dass sie jetzt nicht „schwarz genug“ ist.
Das die genannten Townships sich jetzt gemeinsam in den Kampf bewegen markiert ein neues Niveau der politischen Auseinandersetzung um mehr Wohnungen, die Bekämpfung von Drogenkonsum, Gewalt gegen Frauen und eine hohe Kriminalitätsrate und generell eine bessere Zukunftsperspektive für die Townships. Besonders betont werden muss der eintreten dieser Schicht in diesen Kampf weil er vorher größtenteils von den Menschen Geführt wurde, die in Townships leben, wo die verarmten schwarzen Wohnen. Das bedeutet, das jetzt alle verarmten Seite an Seite kämpfen. Dies kann dabei helfen, dass rassistische Vorurteile in den Köpfen der Menschen zurückgedrängt werden können, weil sie merken, dass es gemeinsame Interessen und einen gemeinsamen Gegner, gegen den diese durchgesetzt werden müssen gibt. Es werden auch bereits erste praktische Schritte in diese Richtung getan und zwar in dem, Aktivist*innen Strukturen aufbauen, durch die die Proteste Landesweit vernetzt werden sollen. Das heißt das gemeinsam diskutiert werden kann was konkret gefordert wird und wie man Proteste in den Verschiedenen Townships koordinieren kann. Dies ist ein wichtiger Schritt um die Proteste zu organisieren und ihnen so noch mehr Kraft zu verleihen. Und zu verhindern, dass es im Nachgang der Proteste wieder zu Plünderungen kommt, welche die Mehrheit der protestierenden Menschen richtiger Weise intuitiv ablehnen. Die Ablehnung ist deswegen wichtig, weil solche Handlungen von der bürgerlichen Presse immer gegen solche Massenbewegungen genutzt werden. Trotz der Plünderungen, zu denen es in Eldorado Park, kam ist der Großteil der Bevölkerung mit den Protesten solidarisch.
Wir sind auch mit diesen Protesten solidarisch und stehen im Kampf um soziale Verbesserungen klar auf der Seite der gerade in den Townships entstehenden Bewegungen. Außerdem finden wir es wichtig zu betonen, dass es revolutionäre Kräfte gibt, die in diese Bewegungen eingreifen und den Versuch unternehmen sie mit den Kämpfen die gerade im gewerkschaftlichen Bereich ablaufen zu verbinden. Und dafür werben, dass ein Massenpartei aufgebaut wird, die auf Basis eines revolutionären – sozialistischen Programms, alle kämpfe die gerade in Südafrika stattfinden vereinen kann und die Kämpfenden davon überzeugt, dass diese Kämpfe nur dann alle gemeinsam gewonnen werden können, wenn der Kapitalismus überwunden wird. Dem ist so, weil dieser in einer tiefen Krise steckt und damit insbesondere in Südafrika nicht mal mehr die für ein menschenwürdiges Leben notwendigen Bedingungen bieten kann.